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"Heinz - Der Goldfisch"

 

das älteste, bekannteste und weltweit am meisten verbreitete und gehandelte Haustier, welches ohne einen direkten wirtschaftlichen Nutzen gehalten wird. Heinz?! So ein Goldfisch ist hübsch anzusehen und beruhigt, und er ist eine prima Einschlafhilfe. Wenn man ihn 15 Minuten lang fixiert, gleitet selbst der Gestressteste in den Tiefschlaf. Das hat der Schlaf-Experte Chris Idzikowski vom Edinburgh Sleep Centre herausgefunden.

 

Auch Paul Klee beschäftigte sich mit diesem Haustier: "Der Goldfisch (Der goldene Fisch)", 1925  hier beherrscht dieser die Bildmitte und besticht mit seiner Präsenz!

HEINZ ! Koseform von Heinrich; alter deutscher zweigliedriger Name; bereits im Mittelalter einer der beliebtesten deutschen Vornamen

 

Wieso gibt man Tieren Namen? Ist es nicht sinnlos? Wieso Sinnlos? Hunde z.b. hören sehr gut auf ihre Namen. Aber ein Goldfisch? Tiere sind die besten Freunde des Menschen. Mit ihnen Verbinden wir „Liebe“, „Freude“, „Zuneigung“, „Sorge“

Goldfischaugen haben die Fähigkeit zu tetrachromatischem Farbensehen. Das heißt, sie besitzen vier unterschiedliche Zapfentypen. Neben drei Zapfentypen, die etwa denen im menschlichen Auge entsprechen, verfügen sie über einen zusätzlichen UV-Zapfen. 

Außerdem hören Goldfische im etwa gleichen Frequenzbereich wie Menschen. Mit „Heinz-Der Goldfisch“ möchten wir einiges umdrehen, wer betrachtet wen und warum? Ein Goldfisch, der nur den Nutzen hat betrachtet zu werden? Lieben wir vielleicht nicht das vermeintlich banale, kann man ein Lebewesen überhaupt als Banalität bezeichnen oder sehen wir nur die vordergründige Idee eines Ausstellungsthemas als banal an??

Soll man sich mit Heinz in der Hauptrolle (dargestellt, in seinen unterschiedlichen Bewegungen und Gesichtsausdrücken) etwa identifizieren? Soll man Emphathie zu diesem Fisch entwickeln wie zu einer Person? (Haustier?)

Rezeptionstheoretiker gehen davon aus, dass ein Theaterstück, oder ein Film nur dann als spannend empfunden wird, wenn eine Identifikation des Zuschauers mit der fiktiven Figur möglich ist.Wollen wir dies mit dem Hauptdarsteller „Heinz- Der Goldfisch“ vielleicht hinterfragen? 

Die beiden Fotografen, die eigentlich für Ihre ästhetischen Aktfotografien bekannt sind, machen sich „photo-philosophisch“ auf einen Exkurs ihrer Art, indem sie vordergründig die Banalität eines Goldfisches namens „Heinz“, dem Betrachter entgegenhalten. 

Banalität im abwertenden Gebrauch bedeutet: Im Ideengehalt, gedanklich recht unbedeutend, durchschnittlich, primitiv, langweilig, oberflächlich....

Jeff Koons fasste seine Kunst einmal so in Worte: "(...) gerade heute kann das Banale unsere Rettung sein. Banalität ist eines der wichtigsten uns zur Verfügung stehenden Mittel. Sie ist eine grosse Verführerin, denn man hat unfreiwillig das Gefühl, ihr Überlegen zu sein."

 

Dr. Beatrice Stemmer | Kunsthistorikerin